Landungsbrücke Uetze

Landungsbrücke Uetze

Frühling von Rojava


Geflüchtete ezidische Frauen und Männer besuchen Ausstellung über ihre Heimatregion in Syrien.

Zunächst waren es nur Plakate mit Schrift. Dann wurden vertraute Bilder wiedererkannt, aus der Region in der sie vor der Flucht gelebt hatten...

Es entspannen sich lebhafte Gespräche in ihrer Muttersprache, die Sabriye Dag ins Deutsche übersetzte. Darin wurde die Aufbauleistung der Männer und Frauen von Rojava gewürdigt und der Erfolg der Frauen eine gleichberechtigte Gesellschaft zu gestalten, in der z.B. jedes Amt mit einer Frau und einem Mann besetzt ist. Der Eindruck der positiven Bilder konnte jedoch nicht dominieren - die Greueltaten des IS an der Minderheit der Eziden, besonders an den Frauen und Mädchen, haben sich tief eingegraben. Ein Vergessen: Niemals.

Rojava wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Ist eine Rückkehr möglich?Ja - wenn verlässlich Frieden einkehren würde. Nein - es fehlt das Vertrauen an einen dauerhaften Frieden. Die Vielfalt der Gedanken wurden in der Frage zusammengefasst: "Was wünscht ihr euch von Deutschland und der Welt?" Die Gruppe antwortete unisono: "Wir möchten eine Stimme haben, um wählen gehen zu können und gehört zu werden. Deutschland und die Welt sollen sich einig sein und an einem Strang ziehen. Unser Wunsch an die Politik: Friede und Sicherheit für die Bewohner von Rojava, Syrien und Schingal, Nord Irak ebenso.

Die Landungsbrücke und die Diakonie danken dem Antikriegshaus und insbesondere Bernd Waltje für die Gastfreundschaft. Sievershausen. 2.4.2019